Osteopathie

 

Eine der ältesten Maxime der osteopathischen Medizin (Leon Chaitow, Lehr-und Arbeitsbuch für Osteopathen) unterstreicht die gegenseitige Abhängigkeit von Struktur und Funktion. Struktur bestimmt Funktion und umgekehrt. Was auch immer zur Veränderung einer Struktur führt, modifiziert auch die Funktion, und jede funktionelle Veränderung zieht eine strukturelle Alteration nach sich (z.B. Muskelfibrose, Längenänderung von Weichteilgewebe, Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit von Gelenken).

Die Aufgabe in der Osteopathie besteht für uns darin, die vorliegenden Struktur- und Funktionsveränderungen mit dem Auge und mit den Händen zu erfassen.  Entsprechend des Befundes nehmen wir Einfluß auf die Struktur und die Funktion der Fascien, der Gelenke, des Lymphsystems, der inneren Organe und der Nervenverbindungen zwischen Schädel und Kreuzbein.

Wie bei allen therapeutischen Maßnahmen kann auch bei der Osteopathie keine Garantie auf eine Linderung oder Verbesserung der vorgefundenen Krankheitszustände gegeben werden. Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerzsyndrom der Wirbelsäule, geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 und folgende).